Artenkenntnis to go: Das Scharbockskraut

Auch das Scharbockskraut (Ficaria verna) ist ein typischer Frühblüher. Es erscheint schon sehr früh im Jahr, oft schon ab Anfang März. Zuerst sieht man die kleinen, glänzenden, nierenförmigen Blättchen, die dicht an den Boden gedrückt wachsen. Später kommen die goldgelb leuchtenden Blüten hinzu. Es gehört zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae). Wie es sich für einen echten Frühblüher gehört, verschwindet das Scharbockskraut im Laufe des Sommers komplett und taucht erst im nächsten Frühjahr wieder auf.

 

Das Scharbockskraut mag feuchten, lehmigen, nährstoffhaltigen Boden in der Sonne oder im Halbschatten unter Hecken und Gebüschen oder im Wald. Es breitet sich an günstigen Standorten stark aus und bedeckt auch mal größere Flächen, besonders am feuchten Waldboden. Durch seine frühe Blütezeit ist es eine wichtige Bienenfutterpflanze.

 

Wie andere Hahnenfußgewächse auch, enthält das Scharbockskraut das giftige Protoanemonin und wird von Weidetieren in der Regel gemieden. Früher verwendete man seine ganz jungen, frischen Blättchen als einen der ersten Vitaminspender nach dem langen Winter, da sie viel Vitamin C enthalten sollen. Daher stammt auch der Name Scharbockskraut (Scharbock = Skorbut, eine Vitamin-C-Mangelkrankheit). Allerdings darf man die Blätter nach Beginn der Blüte nicht mehr verwenden, da dann der Gehalt an Protoanemonin stark ansteigt. Am besten verzichtet man ganz auf das Essen der Blätter und genießt den Blick auf die schönen Blüten ;-)

 

Das Scharbockskraut trägt die Signatur der Sonne mit seinen goldgelben Blüten, die einem im noch kahlen Wald entgegen strahlen.