In Wald und Wiese

Der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava) ist eine kleine Pflanze mit feinen, filigranen Blättern und interessant geformten, violetten oder weißen Blüten. Die Blüten weisen bei näherem Hinsehen einen langgezogenen Sporn am hinteren Teil auf. Dieser soll an die ebenfalls sehr lange Kralle der rückwärtigen Zehe der in den 1980ern auch bei uns noch häufigen, inzwischen aber leider fast ausgestorbenen Haubenlerche erinnern. Daher der Name Lerchensporn. Seine Blütezeit liegt zwischen März...

Auch das Scharbockskraut (Ficaria verna) ist ein typischer Frühblüher. Es erscheint schon sehr früh im Jahr, oft schon ab Anfang März. Zuerst sieht man die kleinen, glänzenden, nierenförmigen Blättchen, die dicht an den Boden gedrückt wachsen. Später kommen die goldgelb leuchtenden Blüten hinzu. Es gehört zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae). Wie es sich für einen echten Frühblüher gehört, verschwindet das Scharbockskraut im Laufe des Sommers komplett und taucht erst im...

Wenn sich die ersten weißen Schleier über die noch kahlen Hecken und Gebüsche legen, dann ist die Schlehe (Prunus spinosa) in voller Blüte. Die Schlehe ist ebenso wie das Buschwindröschen ein Zeiger für den Erstfrühling, der bei ihrem Blühbeginn allerdings schon weiter fortgeschritten ist, während das Buschwindröschen eher den Anfang des Erstfrühlings anzeigt. Die Schlehe ist ein Strauch oder kleiner Baum und gehört zu den Rosengewächsen (Rosaceae. Sie ist somit eng mit Pflaume und...

Das Buschwindröschen ist eine der ersten Pflanzen in der Natur, die uns im Frühjahr begrüßen, wenn wir in den Wald gehen. Anfangs gibt es nur ein paar weiße Blüten in einem grünen Blättermeer am Boden. Später ist alles weiß. Es ist eine typische Pflanze der sogenannten Waldmeister-Buchenwälder, die einen basenreichen Boden besitzen. Das Buschwindröschen ist ein Frühjahrsgeophyt. Es nutzt die Zeit, bevor die Buchen ihre Blätter bekommen und es am Waldboden dunkel wird, um zu...

Wenn die Hasel blüht, ist das ein klassisches Zeichen für den Vorfrühling, denn die Hasel gilt hierfür als Zeigerpflanze. Leicht erkennbar ist die Haselblüte an den langen, hängenden, gelblichen männlichen Blütenständen, den sogenannten Kätzchen. Sie öffnen sich während der Blütezeit, so dass die Pollen mit dem Wind verbreitet werden können.