Das Echte Herzgespann (Leonurus cardiaca), auch Löwenschwanz genannt, ist eine heimische Pflanze, die in einigen Regionen Deutschlands inzwischen leider auf der Roten Liste steht. Es ist eine recht imposante (= lange) Erscheinung, denn es wird an einem günstigen Standort bis 2,5 Meter hoch, wächst aber kaum in die Breite. "Schlaksig" ist ein Begriff, der mir am ehesten beim Herzgespann einfällt. Die Pflanze besitzt viele kleine, rosa Blüten, deren Kelche sich ziemlich stachelig anfühlen....

Das Echte Eisenkraut (Verbena officinalis) ist auf den ersten Blick sehr unscheinbar. Seine kleinen lila Blüten stehen an einem langen, dürren ährigen Blütenstand, der von unten nach oben abblüht. Die Blüten haben fünf Kronblätter, aber kaum Duft. Der Stängel ist oberhalb der Laubblätter verzweigt. Die Blätter sind länglich, unterseits behaart und zum Teil tief gelappt. So dürr das Eisenkraut auch aussieht, es kann bis zu 80 cm hoch werden. Das Echte Eisenkraut gehört zu den...

Diese Pflanze liegt mir besonders am Herzen: Das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria). Jetzt im Hochsommer, von Juni bis August, kann man an Gräben und in feuchten Wiesen seine großen, weißen, duftigen Blütenbüschel bewundern. Das Echte Mädesüß sieht im Habitus recht ungewöhnlich aus, so dass die Verwechslung mit anderen Pflanzen nicht allzu häufig vorkommen dürfte. Der Blütenstand besteht aus vielen kleinen, cremeweißen Einzelblüten. Er wird als Spirre bezeichnet, denn hier...

Diese Pflanze kennt wirklich jeder: Die knallblaue Kornblume (Centaurea cyanus), die jetzt an manchen Stellen wieder leuchtet. Kornblumen sind typische Kulturfolger, und zwar vermutlich schon seit der Jungsteinzeit vor etwa 5.000 Jahren, als sie mit Getreidesaatgut nach Mitteleuropa kamen. Seitdem wachsen und blühen sie in und am Rand von Getreidefeldern, seltener auch auf sandigen, sonnigen Brachen. Sie mögen es also warm und trocken und kommen auch mit einer gewissen Stickstoff-Fracht...

Diese Pflanze findet man aktuell quasi "an jeder Wiesenblume": Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) ist ein Kulturfolger und fühlt sich überall da wohl, wo auch Menschen sind. Sie kommt gut mit hohen Nährstoffgehalten zurecht, insbesondere mit Stickstoff, was ganz praktisch ist, wenn man mit uns Menschen auskommen will. Schließlich haben wir anscheinend den finsteren Wunsch, alles mit Stickstoff zuzudröhnen. Die Nelkenwurz bevorzugt leicht schattige und feuchte Bereiche in Gärten und...

Noch ein Schmuckstück im Garten: Die Große Sterndolde (Astrantia major) blüht von Juni bis August und besticht durch ihre winzigen, filigranen weiß-rosafarbenen Blüten, die in einer kleinen, kugeligen Dolde zusammen stehen. Am Rand des Blütenstandes stehen spitz zulaufende Hüllblättchen, die weiß oder rosa sein können. Insgesamt hat der Blütenstand etwas von einem kleinen Juwel, finde ich. Die Große Sterndolde gehört zu den Doldenblütlern (Apiaceae) und ist somit unter anderem...

Da isser, der Hochsommer. In der Natur sind die Sommer- und Winterlinden (Tilia platyphyllos, Tilia cordata) in voller Blüte und duften intensiv süßlich. Man kann sie auch hören: Durch das Gesumme zahlloser Bienen und Hummeln, die sich alle um die gelbgrünen Blüten versammeln. Die Autofahrer freut's weniger, denn der klebrige Honigtau von auf den Linden sitzenden Blattläusen kleistert die Autoscheiben zu und der Staub bleibt anschließend besonders gut haften :-) Sommerlinden kommen...

Auch eine Pflanze, die viele wohl nur dem Namen nach kennen: Der Baldrian (Valeriana officinalis) wächst recht häufig an Gräben, Bächen und Seen, aber auch in Feuchtwiesen. Er sieht auf den ersten Blick verschiedenen weißblühenden Doldenblütlern (Apiaceae) wie dem Wilden Kerbel (Anthriscus sylvestris) oder dem Giersch (Aegopodium podagraria) ähnlich, allerdings wirklich nur auf den ersten Blick. Denn zum einen ist sein Blütenstand keine Dolde (Dolden sind schirmartige Blütenstände),...

Jetzt gehts ab: Wie ihr seht, taucht hier im Garten langsam das Dschungel-Feeling auf (ein Gang durch den Garten nach einem Regen und man ist pitschnass :-) Ich bin überall damit beschäftigt, Stauden hochzubinden und abzustützen, damit sie nicht den Weg zuwuchern. Auch die nächste Blütenwelle steht an: Neben verschiedenen Rosen blühen jetzt unter anderem Weidenröschen, Baldrian, Thymian, Tauben-Skabiose, Sterndolde, Vergissmeinnicht, Heckenkirsche, Beinwell, Frauenmantel und Tollkirsche....

Heute wird es magisch! Die Tollkirsche (Atropa belladonna) ist eine kleine Berühmtheit. Jeder kennt ihren Namen, aber kaum einer weiß, wie sie aussieht. Manche haben durch die Homöopathie von ihr gehört, andere durch Kurse, wieder andere kennen Geschichten, in denen sie vorkommt. Viele Leute reagieren zudem mit Unbehagen, wenn ich die Tollkirsche vorstelle. Auch der Fliegenpilz hat dieses Schicksal: Häufig sehe ich umgetretene Fliegenpilze, angeblich damit sich die Kinder nicht daran...

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Wichtig! Bitte beachten!

 

Ich bin weder Ärztin noch Heilpraktikerin noch Apothekerin. Die bei einigen Artikeln beschriebenen Wirkungen von Pflanzen haben lediglich informativen Charakter und beruhen auf dem Wissen aus meiner akademischen Ausbildung als Botanikerin sowie auf eigenen Erfahrungen. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Ich übernehme keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Es wird ebenso keine Haftung für eventuelle Schäden durch die unsachgemäße Verwendung von Pflanzen und deren Zubereitungen übernommen.