Wilder Garten

Die Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum) ist eine heimische Pflanze, die man auch nicht täglich im Garten sieht bzw. oft auch mal übersieht. Sie ist eher unauffällig, wächst flach am Boden (nur bis zu 10 cm hoch) und auch ihre großen braunen, kugeligen und scharf riechenden Blüten mit den charakteristischen drei Zipfeln fallen kaum auf, da sie oft unter den immergrünen, nierenförmigen Blättern versteckt sind. Wie einige andere frühblühende Pflanzenarten auch, hat die Haselwurz...

Zum Winter im Garten gehört auch der Schnee. Die einen freut's, die anderen weniger. Mir persönlich ist Schnee ganz recht, vor allem, wenn strenger Frost droht. Schnee schützt die Pflanzen. Aktuell kann man gut beobachten, wie manche Pflanzen mit der Kälte umgehen. Zum Beispiel der Rhododendron: Er rollt in kalten Nächten seine Blätter stark ein (Foto unten links). Dadurch verhindert er Wasserverlust. Denn die Immergrünen geben auch im Winter Wasser über ihre Blätter ab. Ist der Boden...

Merkwürdige Flecken auf dem Gehweg, dem Stein im Garten oder dem Dach, graue oder gelbliche Gebilde an Bäumen und auf Zaunpfählen. Gesehen hat sie wohl jeder schon mal und sich dabei gefragt, was das eigentlich ist. Die einfache Antwort lautet: Flechten. Was sind Flechten? Flechten sind keine Pflanzen, sondern ein Zusammenschluß zwischen einer Alge und einem Pilz. Der Pilz schützt die Alge vor starker Sonneneinstrahlung und versorgt sie mit Mineralstoffen. Die Alge versorgt den Pilz im...

Nun ist es schon November im Garten. Fragt man die Natur, stehen wir am Übergang zwischen Spätherbst und Winter. Die Blätter der Stieleichen (Quercus robur) sind gelb und fallen nach und nach zu Boden. Die Rosskastanien (Aesculus hippocastanum, eine weitere Zeigerart) sind schon kahl. Sobald die Blätter der meisten laubabwerfenden Bäume und Sträucher am Boden sind, ist in der Natur "offiziell" Winter. Allerdings sieht es im Garten noch nicht so richtig nach Winter aus. Einige Bäume und...

Was wäre ein Garten ohne Tiere? Damit meine ich jetzt nicht Hund, Hase oder Meerschweinchen, sondern heimliche und unheimliche Besucher. Manche trifft man tagsüber und kann sie regelmäßig beobachten, wie etwa Bienen und Hummeln (so man denn die richtigen Pflanzen im Garten hat). Manche sieht man so gut wie nie, sondern höchstenfalls ihre Hinterlassenschaften wie Erdhaufen, Losung und (Knabber)Spuren. Unwillkommene Tiere gibt es in meinem Garten so gut wie nicht. Naja, höchstens mal die...

Spätsommer. Auch bei uns im Norden ist es mal richtig heiß, und das schon ziemlich lange. Jetzt zeigt sich, welche Pflanzen an ihrem Standort-Optimum sind, denn dann kommen sie mit solchen Extremwetterlagen am besten zurecht. Obenauf sind natürlich auch diejenigen, die aus wärmeren Gefilden kommen. Dafür haben diese Pflanzen in der Regel mehr Stress in kalten Wintern (wenn es denn noch mal welche gibt). Trotzdem: Das ist der dritte Sommer in Folge, an dem es hier kaum regnet, und die...

Das Echte Herzgespann (Leonurus cardiaca), auch Löwenschwanz genannt, ist eine heimische Pflanze, die in einigen Regionen Deutschlands inzwischen leider auf der Roten Liste steht. Es ist eine recht imposante (= lange) Erscheinung, denn es wird an einem günstigen Standort bis 2,5 Meter hoch, wächst aber kaum in die Breite. "Schlaksig" ist ein Begriff, der mir am ehesten beim Herzgespann einfällt. Die Pflanze besitzt viele kleine, rosa Blüten, deren Kelche sich ziemlich stachelig anfühlen....

Das Echte Eisenkraut (Verbena officinalis) ist auf den ersten Blick sehr unscheinbar. Seine kleinen lila Blüten stehen an einem langen, dürren ährigen Blütenstand, der von unten nach oben abblüht. Die Blüten haben fünf Kronblätter, aber kaum Duft. Der Stängel ist oberhalb der Laubblätter verzweigt. Die Blätter sind länglich, unterseits behaart und zum Teil tief gelappt. So dürr das Eisenkraut auch aussieht, es kann bis zu 80 cm hoch werden. Das Echte Eisenkraut gehört zu den...

Noch ein Schmuckstück im Garten: Die Große Sterndolde (Astrantia major) blüht von Juni bis August und besticht durch ihre winzigen, filigranen weiß-rosafarbenen Blüten, die in einer kleinen, kugeligen Dolde zusammen stehen. Am Rand des Blütenstandes stehen spitz zulaufende Hüllblättchen, die weiß oder rosa sein können. Insgesamt hat der Blütenstand etwas von einem kleinen Juwel, finde ich. Die Große Sterndolde gehört zu den Doldenblütlern (Apiaceae) und ist somit unter anderem...

Da isser, der Hochsommer. In der Natur sind die Sommer- und Winterlinden (Tilia platyphyllos, Tilia cordata) in voller Blüte und duften intensiv süßlich. Man kann sie auch hören: Durch das Gesumme zahlloser Bienen und Hummeln, die sich alle um die gelbgrünen Blüten versammeln. Die Autofahrer freut's weniger, denn der klebrige Honigtau von auf den Linden sitzenden Blattläusen kleistert die Autoscheiben zu und der Staub bleibt anschließend besonders gut haften :-) Sommerlinden kommen...

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Wichtig! Bitte beachten!

 

Ich bin weder Ärztin noch Heilpraktikerin noch Apothekerin. Die bei einigen Artikeln beschriebenen Wirkungen von Pflanzen haben lediglich informativen Charakter und beruhen auf dem Wissen aus meiner akademischen Ausbildung als Botanikerin sowie auf eigenen Erfahrungen. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen gemacht. Ich übernehme keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Es wird ebenso keine Haftung für eventuelle Schäden durch die unsachgemäße Verwendung von Pflanzen und deren Zubereitungen übernommen.